Beschreibung
UMBRA entstand anlässlich der Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 und wurde im Auftrag von Antje Susanne Kopp und Renate Sudhaus für den Orchesterworkshop Sommerwinde in Ratzeburg komponiert. Inspiriert vom Wechselspiel zwischen Licht und Schatten verbindet die Komposition einen minimalistisch geprägten vierstimmigen Satz mit einer aussergewöhnlich flexiblen Besetzung. Das Stück kann sowohl im Blockflötenquartett (SATB) als auch im bis zu zwölfstimmigen Blockflötenorchester (Sino/S1/S2/A1/A2/A3/T1/T2/T3/B/Gb/Sb) ausgeführt werden. Besonders eindrucksvoll entfaltet sich UMBRA in der Orchesterfassung: Jede der vier Hauptstimmen kann durch zwei zusätzliche «Schattenstimmen» ergänzt werden. Dabei müssen nicht zwingend alle Schattenstimmen besetzt werden, sodass die Besetzung flexibel an die Grösse und Zusammensetzung des Ensembles angepasst werden kann.
Die Schattenstimmen entwickeln sich aus dem Material der Hauptstimmen und sind technisch etwas einfacher gehalten. Dadurch eignet sich die Komposition auch hervorragend für Schüler- und Amateurensembles mit unterschiedlichen Spielniveaus.
Im Mittelteil des Stücks folgt eine rund zweiminütige, angeleitete Improvisation, welche die besondere Atmosphäre einer totalen Sonnenfinsternis einfängt: Mit dem Einsetzen der Dämmerung verstummen die Vögel, eine ungewohnte Ruhe breitet sich aus, nur noch der Wind fährt durch die Baumwipfel und bringt irgendwo in der Ferne ein Windspiel zum Klingen. Einzelne Töne werden – ähnlich den Klangstäben eines Windspiels – in zufälliger Reihenfolge angespielt und erzeugen eine beinahe meditative Stimmung.
Der Grossbass ist im Stimmenauszug im Violinschlüssel notiert. Die beigelegten Stimmenauszüge dienen als Kopiervorlage. So kann jedes Blockflötenorchester das benötigte Stimmenmaterial anhand der legal erworbenen Vorlage selbst herstellen.
Aufnahmen aller Einzelstimmen sowie eine Gesamtaufnahme zum Anhören und Üben können im Downloadbereich heruntergeladen oder gestreamt werden.













